Knopfzellen im Kinderzimmer: Der Blick ins Batteriefach, den kaum jemand macht

Fast jedes elektronische Babyspielzeug hat ein Batteriefach, und fast niemand prüft es beim Auspacken. Dabei entscheidet dieses Detail über eine der ernstesten Gefahren im Haushalt: eine verschluckte Knopfzelle kann innerhalb kurzer Zeit schwere Verletzungen verursachen.

Warum Knopfzellen so gefährlich sind

Bleibt eine Knopfzelle in der Speiseröhre stecken, fließt ein schwacher Strom durch das umliegende Gewebe. Dabei entstehen Substanzen, die Gewebe zerstören, und zwar schnell. Das passiert auch mit vermeintlich leeren Batterien.

Das Fach muss verschraubt sein

Bei Spielzeug für Kleinkinder ist ein mit einer Schraube gesichertes Batteriefach vorgeschrieben. Prüfen Sie das vor der ersten Nutzung, und ziehen Sie die Schraube nach jedem Wechsel fest an. In Produktübersichten wie https://bright-starts.de/ steht diese Information selten, im Karton dagegen immer.

Der Deckel, der sich mit dem Fingernagel öffnen lässt

Deckel, die nur einrasten, finden sich vor allem an Werbeartikeln, Blinkbällen, Glückwunschkarten mit Melodie und billigen Schlüsselanhängern. Solche Dinge gehören nicht in ein Kinderzimmer, auch nicht als kurzfristiger Zeitvertreib.

Wo Knopfzellen sonst noch stecken

  • Fernbedienungen, auch die vom Fernseher
  • Küchen- und Personenwaagen
  • Fieberthermometer und Autoschlüssel
  • LED-Teelichter und Fahrradlichter
  • Grußkarten und Kleidung mit Blinkelementen

Aufbewahrung außerhalb der Reichweite

Ersatzbatterien gehören in eine verschlossene Schublade, nicht in die Küchenschale. Verbrauchte Zellen sind kein Restmüll und sollten bis zur Abgabe im Handel oder am Wertstoffhof ebenso sicher liegen wie neue.

Der Verdachtsfall ist ein Notfall

Wenn Sie vermuten, dass Ihr Kind eine Knopfzelle verschluckt hat, fahren Sie sofort in eine Klinik oder rufen Sie den Notruf. Warten Sie nicht ab, ob Beschwerden auftreten, und geben Sie nichts zu essen oder zu trinken, bevor Sie ärztlichen Rat haben.

Auch auslaufende Rundzellen sind ein Thema

Spielzeug, das monatelang in der Kiste liegt, wird oft mit eingelegten Batterien verstaut. Diese laufen aus, und die Kristalle am Kontakt reizen Haut und Augen. Nehmen Sie Batterien heraus, bevor etwas in den Keller wandert.

Warnungen im Blick behalten

Rückrufe und Warnmeldungen zu Spielzeug werden in Deutschland öffentlich gemacht, unter anderem über das europäische Schnellwarnsystem. Ein kurzer Blick lohnt vor allem bei sehr günstigen Artikeln aus unbekannter Herkunft.

Die einfache Konsequenz

Je weniger Elektronik im Kinderzimmer, desto weniger Batteriefächer müssen Sie kontrollieren. Für Kinder unter zwei Jahren ist das ohnehin kein Verlust.